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Garne Magazine FÜR SIE
Stricktipp - Maschenprobe

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Bitte machen Sie immer eine Maschenprobe, bevor Sie ein neues Modell beginnen!
Eine korrekte Maschenprobe ist die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen des Strickstücks.
Auch wenn Ihnen diese Arbeit lästig ist, und Sie viel lieber gleich mit dem neuen Pulli beginnen möchten, hilft diese kleine Vorarbeit insgesamt gesehen viel Zeit, Ärger und manchmal auch Geld sparen. Die Maschenprobe dient dazu, Ihre eigene Strickweise mit der angegebenen Maschenprobe abzustimmen. Alle Angaben in der Anleitung beziehen sich auf diese Maschenprobe, deshalb gelingt Ihr Modell nur dann, wenn Ihre Probe übereinstimmt.

Eine richtige Maschenprobe sieht folgendermaßen aus:
1. Verwenden Sie für die Maschenprobe immer das Originalgarn.
2. Stricken Sie im Originalmuster.
3. Die Maschenprobe sollte mindestens 12x12 cm groß sein.
4. Behandeln Sie die Maschenprobe genau so wie das fertige Strickstück. Wenn also Spannen und Anfeuchten Bestandteile der Fertigstellung sind, dann machen Sie es mit der Maschenprobe ebenso.
Zählen Sie nun im mittleren Bereich der Maschenprobe 10 cm in der Breite und in der Höhe aus. Ist Ihre Probe zu fest (d.h. Sie benötigen mehr Maschen und Reihen als angegeben), dann probieren Sie es mit einer dickeren Nadel noch einmal, ist Ihre Probe zu locker (d.h. Sie benötigen weniger Maschen und Reihen als angegeben), dann brauchen Sie eine dünnere Nadel.
Geringe Abweichungen können notfalls durch mehr oder weniger Maschen und Reihen ausgeglichen werden.

Sicher ist sicher!
Um ganz sicher zu gehen, kontrollieren Sie Ihr Strickstück in ca. 20 bis 30 cm Höhe nochmals. Es ist möglich, dass Sie mit den vielen Maschen auf der Nadel (oder wenn Sie sich an das Garn und das Grundmuster gewöhnt haben) fester oder lockerer stricken als bei der kleinen Probe. Zudem empfiehlt es sich, die Maße des geplanten Pullis mit Ihrem Lieblingspulli zu vergleichen, damit das gute Stück später auch ganz sicher passt.

Sonderfälle
Als Faustregel beträgt das Verhältnis von Maschen zu Reihen ca. 2:3 bis 3:4 bei glatt rechten Strickstücken. Rippenmuster ziehen sich stark zusammen. Deshalb sollten Sie diese etwas in die Breite ziehen, bevor Sie messen. Patentmuster weiten sich beim Tragen, Vollpatent in der Breite (deshalb ziehen Sie die Maschenprobe vor dem Messen etwas in die Breite), Halbpatent in der Länge (deshalb ziehen Sie die Maschenprobe vor dem Messen etwas in die Länge). Während bei Jacquardmustern die Maschenzahl meist mit der glatt rechten Maschenzahl übereinstimmt, braucht man im Verhältnis weniger Reihen auf 10 cm, manchmal bis zu 1:1. Bei Zopfmustern verhält es sich genau umgekehrt. Während die Reihenzahl meist mit der glatt rechten Reihenzahl übereinstimmt, braucht man im Verhältnis mehr Maschen.

Noch ein Tipp
Im Zweifelsfall probieren Sie alles erst einmal aus, bevor es richtig losgeht! Das machen die Profis genau so. Beachten Sie bitte auch die Pflegehinweise auf den Banderolen. Tragekomfort und Pflegeeigenschaften des Garns können nur dann gewährleistet werden, wenn Sie sich an diese Empfehlungen halten.