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Stricktipp - Farbwechsel bei Streifen und Ringeln

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Streifenmuster
Streifen sind ein beliebtes Gestaltungselement, weil sie eine große Bandbreite an Variationen bieten. Zunächst einmal die Streifenbreite: Hier haben Sie die Wahl zwischen breiten Blockstreifen bis hin zu schmalen Ringelstreifen und jeder Breite dazwischen. Besonders lebhaft wirkt eine Kombination verschieden breiter Streifen. Dann die Streifenfarbe: Manche Modethemen, z.B. der Marine-Look, verlangen geradezu nach Streifen. Jedoch sind auch Ihrer eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt bei der Kombination Ihrer Lieblings- oder Vereinsfarben in einem Streifenmuster.
Aber haben Sie auch schon einmal mit den Möglichkeiten gespielt, die die Stricktechnik Ihnen bietet?

In den meisten Glatt rechts
Fällen werden Streifen mit einer geraden Reihenzahl gestrickt. Das hat den Vorteil, dass sich der neue Faden beim Farbenwechsel immer auf der richtigen Seite des Strickstücks befindet. Auf diese Weise kann man das lästige Vernähen unendlich vieler Fäden vermeiden.
Mit einem kleinen Trick ist es jedoch auch möglich, dichte Ringel aus nur jeweils einer Reihe zu stricken oder ab und zu eine Reihe in einer Kontrastfarbe einzustreuen. Das macht die Streifenfolge gleich interessanter, weil es ein ungewohntes Bild ist.
Benutzen Sie in diesem Fall für die Streifen eine Rundnadel. Zunächst stricken Sie eine Hinreihe rechte Maschen in der Kontrastfarbe, dann schieben Sie das Gestrick an das rechte Nadelende zurück, stricken eine weitere Hinreihe rechte Maschen, dieses Mal jedoch in der Grundfarbe. Jetzt wird die Nadel gewendet, und Sie stricken nach der gleichen Methode je eine Rückreihe linke Maschen in der Kontrastfarbe und der Grundfarbe. Sie holen also den Faden beim Farbwechsel immer dort ab, wo er sich gerade befindet. Auf diese Weise können Sie die Streifenbreite beliebig variieren.
Wenn Sie in Runden stricken, z.B. bei Socken oder Halsblenden, haben Sie sowieso bei jeder Runde die freie Wahl, mit welcher Farbe es weitergeht.

 

Glatt links
Wenn man dieselbe Streifenfolge von der Rückseite betrachtet, bietet sich ein völlig anderes Bild. Während die rechte Seite klar begrenzte Farbwechsel zeigt, ergeben sich auf der linken Seite je nach Streifenbreite verschiedene, interessante Melange-Effekte. Wenn man Ursache und Wirkung kennt, kann man diese ganz gezielt als belebendes Element einsetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rippen
Nachdem jetzt die Wirkung von Farbwechseln auf rechte und linke Maschen bekannt ist, ergeben sich für Rippengestricke weitere Möglichkeiten, für die man sich bewusst entscheiden kann.
Bei den beiden unteren Streifen dominieren die Streifen, bei den beiden oberen steht die Betonung der Rippen im Vordergrund. Im ersten Fall wurden jeweils in der ersten Hinreihe des Farbwechsels alle Maschen rechts gestrickt und erst in der Rückreihe wurde das Rippenmuster wieder aufgenommen. In der zweiten Streifengruppe wurden auch beim Farbwechsel alle Maschen in jeder Reihe im Rippenmuster gestrickt.

 



Noch ein Tipp
Wenn man die erste Hinreihe beim Farbwechsel rechts strickt, erhält man auch bei Glatt-Links-Gestricken klar begrenzte Streifen. Spielen Sie einfach mit den verschiedenen Möglichkeiten innerhalb eines Strickstücks. Das Ergebnis wird eine spannende Musterfolge, die das Streifenstricken zu einem ganz neuen Erlebnis macht.